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„Pater Mastiliak verfügte nicht nur über die Kenntnisse in der Theologie, Philosophie, Geschichte und in anderen Disziplinen, sondern auch konnte er zu den bestimmten Themen eine Menge literarischer Werke in verschiedenen Fremdsprachen einführen. Er wurde zum lebendigen Lexikon, Professor und zum Wissenschaftler. Den tiefsten Eindruck machte er auf mich als ein geistlicher Berater – so ehrerbietig, treu, hilfsbereit und liebevoll. Meiner Meinung nach konnte er niemandem etwas zu Leide tun. Lebe ein solcher Priester in einem anderem Land, wären sicher schon alle zusätzlichen Dokumente für seinen Seeligsprechungsprozess eingesammelt worden.“
(Ján Chryzostom kardinál Korec SJ)

„Er war ein Pater sanftes Wesens, edel, mit einem noblen Charakter. Nie, echt, nie habe ich ihn brummig sprechen gehört, nie war er aufgeregt und nie habe ich ihn sich streiten gehört. Auch wenn ich schon mal Witze über seine kleinen menschlichen Sonderheiten gemacht habe, hat er sich nur lustig gelächelt. Er wurde zum Vorbild von tiefer Frömmigkeit und seine treue Haltung zur Ordensgemeinschaft war sprichwörtlich. Das ist aber kein hagiographisches Lob, es geht um dabei die Feststellung von einer einzigen Wirklichkeit.“
(Václav Holakovský CSsR)

„Als er zu uns umgezogen war, sagte er zu uns, dass er oft besucht wird. Es war so, wie er sagte. Von nah und fern kammen zu ihm die Menschen, Priester, Ordensbrüder und Laien, jung und alt. Für jeden von ihnen hatte er aber ein nettes Wort, einen guten Rat und eine Lebensanregung. Manche haben bei ihrer Abfahrt Folgendes gesagt: „Das ist der Priester voll vom Heiligen Geist, der uns einen Ratschlag gibt und hilft unsere Probleme, zu lösen. Die Probleme, welche wir nicht lösen konnten.“ Nur manche von ihnen, die an uns vorbeigekommen waren, sagten, dass „eine in seiner Gesellschaft verbrachte Stunde sei, als ob unser Leben verändert würde und neu mit Liebe vom Gott angefangen hätte.“
(Klára Brajerová)

„Zusammen mit einer anderen Ordensschwester haben wir uns [im Jahre 1969] entschieden, ihn zu besuchen, denn als Ordensschwestern wollten wir, damit unser Beichvater und geistlicher Leiter ein Priester ist. Wir haben uns bemüht, möglichst bald mit dem Noviziat anzufangen, und deshalb brauchten wir einen Magister theologiae. Damals war er Provinzial der Redemptoristen und so baten wir ihn um die Hilfe, uns einen Seelesoger, Beichvater und Magister zu empfehlen. Wir wurden von ihm bereitwillig angenommen. Er hörte uns zu und half uns. Er war entscheidend und diese Eigenschaft verlangte er auch von der anderen Seelesorgern. Er sagte: „Leider kann ich ihnen keinen anderen Redemptoristen als Beichvater und geistlichen Leiter empfehlen. Wenn sie von den Staatsbeamten erwischt wurden, dass sie sich zusammentreffen oder, dass sie die neuen Mädchen ins Nnoviziat annehmen, würde dem Ordenspriester seine staatliche Genehmigung weggenommen und für die Seelesorge stehen in der Diözese nur wenige Priester zur Verfügung. Ich werde zu ihrem Seelesorger. Mir können sie nicht mehr weh tun, ich kann nur inhaftiert werden und für mich ist es von der Bedeutung für solches heiligen Ding zu leiden.“ Noch nicht hatte er sich nach seinem Aufenthalt im Gefängnis erholt und nun zeigte er wie groß sein Mut ist, wenn es um Gottes Ding geht.“
(Veronika Mária Zbihlejová SNPM)

„ Ich wurde zum Zeuge dessen, wie der Hausmann aus dem Erdgeschoss in seinem Haus zu ihm rief und in der Hand eine Zeitung hielt: „Herr Doktor, könnten sie mir nicht diesen Artikel, der angekreuzt ist, übersetzen? Der Artikel steht in der chinesischen Sprache.“ Der Mann gab ihm die Zeitung und ich ging unter das Kreuz betten. Ich bin nicht sicher, ob es 10 oder 15 Minuten dauerte und er war mit der Übersetzung fertig. Es dauerte wirklich nur kurze Weile. Auf meine Frage, wo er Chinesisch gelernt hatte, antwortete er, indem er lächelte und zum Lob Gottes sagte: „Unsere Zunge hat man vom Gott geschöpft. Nur Gott kann sie ändern, wie er will. Wir sind zu schwach!“ Vom Lob des Menschen kamen wir zum Lob Gottes. Seine Demütigkeit war zu jedem Besuch bei ihm erkennbar.“
(Bernadetta Pánčiová, Die Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz)