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Der griechisch-katholischer Redemptorist Ján Ivan Mastiliak, Theologer, Schriftsteller, Übersetzer, Formatierer, Beichtvater und geistlicher Berater.

LEBENSCHRONOLOGIE

Am 5. November 1911 wurde er in Nižný Hrušov, im Bezirk Vranov an Topľa, geboren.

Seit dem August 1922 studierte er im Juvenat von Redemptoristen in Hlučín, später in
Libejoviciach.

Seit dem 31. Juli 1928 war er im Noviziat in Stropkov.

Am 2. August 1929 legte er sein erstes Gelöbnis ab.

Seit dem August 1929 studierte er im Seminar der Redemptoristen in Oboriste.

Am 9. August 1933 nahm er den Subdiakonat an.

Am 9. August 1933 nahm er den Diakonat an.

Am 12. August 1934 wurde er zum Priester geweiht.
Am 19. August 1934 hatte er die Primiz in Nižný Hrabovec.
Seit Juni 1935 wirkte er im Kloster der Redemptoristen in Michalovce.
Am 5. Juni 1937 legte er die Abiturprufungˇab.
Seit dem Oktober 1937 machte er sein Doktoratsstudium im Ostinstitut von der Gregorians
Universität in Roma.
Seit 2. April 1944 wirkte er in Bratislava.
Ab Hälfte des Aprils 1944 wirkte er in Podolinec.
Seit dem 23. Februar 1945 wirkte er in Michalovce.
Seit dem 10. September 1945 wirkte er in Obořište.
Von 1. September bis 7. Dezember 1948 wirkte er in Plana in der Nähe von Marianské Lázne.
Bis 14. März 1950 .wirkte er in Obořište.
Am 14. März 1950 .wurde er in Obořište verhaftet und in Prag festgenommen.
Von 31. März bis 5. April 1950 wurde es mit ihm ein Monsterprozess vor dem Staatsgericht in Prag geführt. Er wurde zu lebenslänglich in den Gefängnissen in Ruzyn, Pankrác, Mírov, Vladice und Leopoldov verurteilt.
Am 10. Mai 1965 wurde er nach Strafentlassung freigelassen und wirkte bis zu seinem Tod in Prešov.
Am 13. März 1968 wurde er zum Protoigumen zur Vize-Provinz der Redemptoristen in Michalovce.
Am 14. Mai 1981 trat er vom Amt des Protoiguments zurück.
Am 18. September 1989 starb er in Prešov.
Am 22. September 1989 gab es in der Kathedrale St. Johannes des Täufers in Prešov die Abschiedszeremonie und er wurde auf dem Stadtfriedhof in Michalovce begraben.

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Kurze Biographie vom Gottesdiener Ján Ivan Mastiliak

Ján Ivan Mastiliak wurde am 5. November 1911 im Dorf Nižný Hrabovec geboren. Im Juni 1922 lernte er die Redemptoristen kennen, als an den Gemeindemisien in Nižný Hrušov teilgenommen hatte. Die Redemptoristen nahmen ihn ins Juvenat in Hlučín in Morava an. Dort wurde es bestätigt, dass er ein ausgezeichneter und gottseliger Student ist und seine Anstrengungen vervielfachen kann. Erfolgreich war er auch beim Studium der Fremdsprachen, vor allem studierte er griechische, französische und deutsche Sprache. Im Sommer 1928 trat er ins Noviziat in Stropkov und am 2. August 1929 legte die Ordensgelübe ab.

Im Seminar der Redemptoristen in Obořište an Dobříš setzte er im Studium der Philosophie und katholische Theologie fort. Auch hier überragten seine zwei Eigenschaften wie Intelligenz und Frömmigkeit. Seine Beiträge lieferte er in die Semminarzeitschrift, er schrieb eigene Gedichte und übersetzte die Texte mit Thema „Unionismus“. Am 12. August 1934 nahm er in Užhorod das Sakrament der Priesterweihe an. Dadurch gewannen die Redemptoristen den ersten griechisch-katholischen Priester aus der Ostslowakei. Im Juni 1935 ging er nach Abschluss des Theologiestudiums ins Kloster in Michalovce. 3u

Hier wirkte er kurz, weil er den Militärdienst antreten musste. Nach vier Monaten musste er aber wegen den Gesundheitsproblemen auf diesen Dienst verzichten.

Ab 1937 lebte er in Roma, wo er im Ostinstitut von der Gregorians Universitä studierte. Am 19. Juni 1941 hatte er sein Doktoratsstudium begonnen. Anfangs des Jahres 1944 wurde sein Gesundheitszustand verschlechtert, so unterbrach er sein Doktoratsstudium und hatte jedoch vor, das Doktoratsstudium an der Gregorians Universität wieder aufnehmen zu können, später abzuschliessen. Es galang ihm aber nicht.

Im April 1944 kam er in die Slowakei zurük und wirkte in Podolinec. Als es aber am Ende des Januars 1945 die Stadt die Rote Armee betreten war, verlangte der rusische Major vom Kloster-Präfekt, dass er für ihn übersetzt. Vom Kloster-Präfekt wurde aber der Pater Mastiliak, der kurz vor der Abfahrt ins Kloster nach Michalovce war, empfohlen. Diese Freundlichkeit war für den Pater Mastiliak nicht nur zeitlich anspruchsvoll, sondern auch gefährlich. Später wurde er von Kommunisten vor dem Gericht angeklagt, dass er als Spion in der Roten Armee tätig war. Nach Michalovce kam er am 23. Februar 1945 an. Als neuer Kloster-Präfekt basierte er eifrig auf die Pflicht zur Einhaltung der Ordnungsvorschriften, auf die Formierung von Juvenisten und auf die Neugründung des Klosters im Land der „Unterkarpahtischen Ruthenen“ und der selbständigen griechisch-katholischen Vizeprovinz in der Slowakei. Nicht lange war er als Vizeprovinz tätig, denn schon im Sommer 1941 sollte er zum Professor im Seminar der Redemptoristen in Obořište, in der Tschechischen Republik bestellt werden.

Als er dorthin am 10. September 1945 gelangen war, sollte er die Dogmatik, Asketik und Orient-Fächer lehren, später unterrichtete er auch die Philosophie. Noch während des Aufenthals in Roma nahm er an den unionistischen Tagungen teil. Dort sammelte er die neuen Erfahrungen und auch er selbst trug hierher mit eigenen Vorträgen bei. Diese Aktivitäten übte er auch als Professor in Obořište und als ein anerkannter Fachmann wurde er am 11. Dezember 1948 vom erzbischöflichen Fürstenkonsitorium in Prag zum Mitglied der Kommission für Biritualizmus gewählt.

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Anfangs des Jahres 1950 wurde es von den Kommunisten geplant, dass der sogennante „Monsterprozess“ mit zehn ausgewählten Ordensbrüdern noch vor der geplanten Aktion „K“ vorgeführt werden muss. Die Aktion wurde auf die Auflösung von Klostern orientiert. Der Prozess wurde bis zu den letzten Details im kommunistischen Amt von den Häuptlingen vorgeführt und er sollte als eine Art von der Propagande, welche auf die Abwicklungsaktion gegen den Klosterbrüdern orientiert war, dienen. Unter zehn „ausgewählten“ Ordensbrüdern war auch der Pater Mastiliak. Daher wurde er als der einzige griechsch-katholische Slowake vom Staatssicherheitsdienst am 14. März 1950 verhaftet. In der Abschiebehaft wurden es gegen ihm die ungesetzglichere Methoden durchgeführt. Im ausgeklüügelten Prozess, von 31. März bis 5. April 1950, wurde es ihm vom Staatsprokurator die Todesstraffe vorgeschlagen. Vom Staatsgericht in Prag wurde er als vermeitlicher Spione und Landesverräter zu lebenslänglich verurteilt. Es folgten die Vermögenseinziehung, Geldstrafe in der Höhe von etwa 50 OOO Kronen und der Abbruch von den Bürgerrechten für 10 Jahre. Danach musste er ins Gefängnis in Mirov, Valdice und in Leopoldov. Der Aufenthalt in den einzelnen .Gefängnissen kam es ihm ehrlich schnell weg. Im Gefängnis begegnete er den einzelnen damaligen Bischofen, die von den Politikern und von berühmten Persönlichkeiten des Landes verfolgt wurden. Fast vier Monate verbrachte er in der gemeinsamen Abschiebezelle mit dem ehemaligen tschechoslowakischen Präsident Gustáv Husák, was später bei der Erneuerung von der griechisch-katholichen Kirche von großer Bedeutung war. Nach der Ammnestion wurde er schliesslich am 9. Mai 1065 freigelassen.

J.I. Mastiliak lebte in Prešov und bis 1969 übte seinen Zivilberuf. Von 1968 bis 1981 war er als Protoigumen für die Vize-Provinz der Redemptoristen in Michalovce zuständig. Dank ihm wurde die griechisch-katholische Kirche erneut und er liess auch die liturgischen Texte ins Slowakische übersetzen. Heimlich studierten bei ihm mehr als 30 Ordenspriester und eparchiale Geistlicher. Er war ein Ormator, geistlicher Berater und Beichtvater der Ordensschwestern und der Laien. Dauernd stand Ján Ivan Mastiliak unter Kontrolle von der Staatssicherheit, derer Meinung nach er „zur grauen Eminenz“ des griechisch-katholischen Bischoftsamts in Prešov wurde. Sein maßgeblicher Einfluss auf den Ordinar Hirka, für den er als Berater tätig war, zog die Aufmerksamkeit der Mitglieder von Staatssicherheit.“ Der Schwerpunkt seiner Arbeit lag „in der Aktivisierung illegaler Kirche und in der Leitung vom Apostolat der Laien.“

Noch vor dem Jahre 1950 publizierte Ján Ivan Mastiliak in der Zeitschriften (z.B Hlídka, Apostolát sv. Cyrila a Metoděje, Misionár, Acta Academi). Es waren auch seine Bücher (z.B. K základům katolického unionismu) und Gedichte ( Seelig-Psalmen) herausgegeben. Schon damals schrieb er unter dem Deckname „Ivan Marianov“, den er nach dem Jahre 1968 wieder benutzte, denn er konnte wieder nicht unter dem eigenen Name publizieren. J.I. Mastiliak wurde zum Autor von mehr als 100 übersetzten Texten. Es ging um „selbst herausgegebene Texte“. Er wirkte zunächst in verschiedenen Bereichen der Seelsorge, er setzte wichtige pastorale Initiativen, er beschäftigte sich mit den Geschichten der Kongregation, studierte kirchliche Existenz, unionistische und ekklesiologische Grundlinien, Hagiographie und Philosophie.

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Pater Ivan war ein großer Marienverehrer. Oft sagte er witzig: „Bleibe ich an der Hand der Gottesmutter und halte auch meine zwei Stäbe fest.“, weil er sich in den letzten Jahren nur mit Hilfe von Stäben bewegen konnte. Den Marienkult zu verehren empfahl er als Beichtvater und geistlicher Leiter jedem, wer ihn besucht hatte (die Ordensbrüder, Priester und Laien). Das Gespräch endete er mit den Worten wie „ Bleiben Sie an der Hand der Gottesmutter und Alles wird gut sein.“ Er bewunderte auch die Therese von Lisieux durch ihre Geistigkeit. Oft wiederholte er diese Worte: „Alles, was ich habe, ist ihr zu Gutem, ihr bin ich für Alles dankbar.“ In die slowakische Sprache übersetzte er alle erreichbare Literatur, in der etwas von der Heiligen aus Lisieux stand. Er bemühte sich darum, dass sie vom Papst zur Kirchen-Lehrerin geweiht wurde. Er hatte es aber nicht mehr erlebt.

Ján Ivan Mastiliak starb am 18. September 1989 in Prešov. Die Abschiedszeremonie fand am 22. September in der Kathedrale St. Johannes des Täufers statt. Die Zeremonie wurde von dem damaligen Ordinar der griechisch-katholischen Eparchie Prešov, vom Pater Ján Hirka, zelebriert. Ján I. Mastiliak wurde auf dem Friedhof in Michalovce begraben. Zur Zeit läuft seine Seligsprechung.