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Wir haben uns daran gewöhnt, dass es auf dem Primizbild immer ein Zitat aus der Bibel eingeführt ist oder, dass es eine wichtige Meinung ist, durch die der Pastoralplan soll charakterisiert werden. Auf dem Bild aus dem ersten Gottesdienst vom Redemptorist Ján Ivan Mastiliak ist ein Vers vom Brief an die Hebräer zitiert: „Jeder Hohepriester wird aus den Menschen von Gott ausgewählt, zum Dienst für die Menschen. So ist es auch mit Christus geschehen…“ (Hebr 5,1). Diese Worte dienen zugleich als eine Einladung zum Nachschauen ins Leben des Paters Ivan.

Eine Regelschwester hat ihn so charakterisiert: „ Jeder Tag war für ihn so außergewöhnlich…“ Hören und lesen wir die zahlreichen Glaubenszeugnisse von den Menschen, die ihn besucht haben, von denen, die ihn gut kennen gelernt haben, aber auch von denen, die ihm nur einmal im Leben begegnet sind, erfahren wir jedesmal, was höchst erstaunlich ist, dass Niemand sich an negative Dinge erinnert.

Ján Mastiliak oder „Pater Ivan“, wie man zu ihm gesagt hat, war ein ehrerbietiger, gottseliger und sehr ausgebildeter giechisch-katholischer Ordenpriester. Ins Menschenherz wurde er mit eitel goldenen Buchstaben verzeichnet. Wenn wir aber Einen von den Menschen darum bitten, ein wunderbares Erkenntnis vom Leben des Priesters nachzuerzählen, ist es für manche von ihnen ein Problem, obwohl sie ihn jahrelang besucht haben. Erst in diesem Moment werden sie sich einer Sache bewusst, und zwar, wie gering er bei den persönlichen Begegnungen von sich selbst war und wie selten er über sein Leben erzählt hatte. Wenn auch, dann nur zum Zweck, seinem Gesprächspartner Mut zu geben. Anstattdessen hatte er lieber seinen Gesprächspartner sich ausreden lassen und dessen Leid miteinander teilen wollte.

Im Zusammenhang mit seinem Aufenthalt im Gefängnis hatte er geschrieben:

„ Nie bin ich ein besonderer Held gewesen, eher war ich schüchtern. In schlimmer Lage, in der ich damals war, konnte ich aus der Tiefe der Seele der Kongregation und Spiritualität vom Papst, unserem Vater Alfonz, dankbar sein. Dies hilft auch in der schlimmsten Lage. Besonders die Ergebenheit in Gott und Glaube an die Hilfe von Gottesmutter gaben mir die Kraft.“ (Eine Hand voll Erinneringen)

Für jemanden konnte sein Leben als schrullig erscheinen, entfent vom Leben „einfacher Menschen“. Wer ihn aber ehrlich kennen gelernt hat, würde mit den Worten sicher nicht einverstanden sein. Seine geistliche Tiefe, Liebe zum Gott und zu den Verwandten sind echt wahrzunehmen. Sehr ausführlich wird es durch die kurzen Schemas von den elementaren menschlichen Beziehungen und durch die Anweisungen zum Leben, welche er den Anderen empfohlen hat, behandelt. Häufig hat er den Anderen die Ratschläge gegeben und folgende Worte wiederholt:

„ Bleiben Sie immer mit der Gottesmutter und es wird Alles gut sein.“

„Lesen Sie nicht gute Bücher, sondern die Ausgezeichneten! Im Leben gibt es doch zu wenig Zeit für gute Bücher.“

„ Gebet und Selbstverleugnung sind sehr wichtig. Es sind zwei Flügel des geistlichen Lebens und die Liebe ist die Schraube. Der Gott schenkte uns die Gnade des Klosterlebens als sein großes Geschenk. Aber um im Kloster verbleiben zu wollen, darum müssen wir in unserem täglichen Gebet bitten, so wie auch durch das diensteifrige Klosterleben.“

„ Mach Alles für Gott, allein Gott gehört die Ehre.“

„Am schwierigsten ist gemeinsames Leben im Kloster, es ist aber auch am meistens verdiensvoll.“

„ Der Gott hat doch so sehr gelitten und nun lehnen wir dieses Oper, welches er von uns verlangt, ab. Hab keine Angst und bitte um die Kraft von Gottesmutter, welche uns zum Idol geworden ist! Maria, Gottesmutter – obwohl sie in Unsicherheit lebte, war sie immer gläubig, nie hat sie bezweifelt.“